|
|
|||
|
||||
OverviewDie Hexenprozesse von Salem stehen exemplarisch für die Hexenjagd in Neuengland im 17. Jahrhundert und zeigen das Versagen von Recht und Justiz in einer kolonialen Gesellschaft. Salem, Neuengland, 1692. Eine puritanische Dorfgemeinschaft lebt zwischen Frömmigkeit und Furcht: Arbeit gilt als Gottesdienst, Abweichung als Gefahr, Nachbarn werden zu Beobachtern. In dieser Atmosphäre reichen Gerüchte, ein Blick, ein Wort zur falschen Zeit, um Misstrauen auszulösen. Als mehrere Mädchen plötzlich Krämpfe, Schreie und Visionen zeigen, sucht Salem nicht nach medizinischen Erklärungen, sondern nach Schuldigen - und findet sie dort, wo Außenseiter, Armut oder alte Konflikte sichtbar sind. Salem 1692 rekonstruiert die Hexenprozesse als Zusammenspiel von Gesellschaft, Religion, Recht und Psychologie. Im Mittelpunkt stehen nicht Legenden, sondern Mechanismen: Wie Angst politisch nutzbar wird. Wie soziale Kontrolle eskaliert. Wie eine Gemeinschaft Handlungsfähigkeit zurückgewinnen will, indem sie Feindbilder erzeugt. Religiöse Ordnung und Alltagsdruck Das Buch zeigt, wie puritanische Glaubensgrundsätze den Alltag bestimmten: Prädestination, Schuld, Disziplin, ständige Selbstprüfung. Kirchgang und Moralaufsicht waren nicht privat, sondern öffentlich. Wer auffiel, riskierte Ruf, Schutz und Zugehörigkeit - ein Nährboden für Konformitätszwang und Denunziation. Salem Village und Salem Town: Konfliktlinien Wirtschaftliche Abhängigkeiten, Steuerfragen, Landstreitigkeiten und Rivalitäten zwischen Familien prägten die Dorfgemeinschaft lange vor 1692. Diese Spannungen erklären, warum Anschuldigungen so schnell Resonanz fanden und warum manche Namen leichter glaubwürdig wirkten als andere. Der Beginn der Anklagen Anhand der frühen Fälle - von den ersten Verdächtigungen bis zu den Verhören - wird deutlich, wie sich das Narrativ verfestigte. Die Rolle zentraler Akteure, der Einfluss der Kanzel und die soziale Selektivität der Beschuldigungen werden nachvollziehbar eingeordnet. Gerichtspraxis und Beweise Ein Schwerpunkt liegt auf der damaligen Rechtspraxis: Umkehr der Beweislast, fehlende Verteidigungsmöglichkeiten, Druck zur Aussage, und die problematische Akzeptanz spektraler Beweise. Das Buch zeigt, wie aus Indizien Gewissheiten wurden und wie der Anspruch auf Ordnung in eine Justizkatastrophe mündete. Psychologische und soziale Dynamiken Die Eskalation wird als Gruppenprozess beschrieben: Nachahmung, gegenseitige Bestätigung, Angst vor Verdacht, Machtgewinn durch Aufmerksamkeit. Die Analyse vermeidet vereinfachende Erklärungen und zeigt, wie individuelle Motive in ein System kollektiver Erwartung geraten konnten. Folgen, Erinnerung, Popkultur Das Ende der Prozesse, der Umschwung der öffentlichen Meinung und die langfristigen Folgen für Salem und Neuengland werden ebenso dargestellt wie die spätere Mythenbildung. So entsteht ein Gesamtbild, das historische Distanz wahrt und zugleich verständlich macht, warum Salem bis heute als Chiffre für Angst, Ausgrenzung und versagendes Recht gilt. Nüchterner Hinweis Das Sachbuch richtet sich an Leserinnen und Leser, die den Fall Salem historisch fundiert verstehen möchten: als Analyse einer Gesellschaft unter Druck, nicht als Gruselgeschichte. Leseprobe und Inhaltsverzeichnis geben einen präzisen Einblick in Schwerpunkt und Ton. Enthält unter anderem * puritanische Gesellschaft und soziale Kontrolle * Ursachen der Panik und Eskalationslogik * Profile der Angeklagten und Motive der Anklägerinnen * Ablauf der Prozesse, Rolle der Richter, Streit um Beweisregeln * Folgen für Rechtssystem und kollektives Gedächtnis Full Product DetailsAuthor: Marie GoldmannPublisher: Independently Published Imprint: Independently Published Dimensions: Width: 15.20cm , Height: 0.90cm , Length: 22.90cm Weight: 0.218kg ISBN: 9798245115870Pages: 158 Publication Date: 22 January 2026 Audience: General/trade , General Format: Paperback Publisher's Status: Active Availability: Available To Order We have confirmation that this item is in stock with the supplier. It will be ordered in for you and dispatched immediately. Language: German Table of ContentsReviewsAuthor InformationTab Content 6Author Website:Countries AvailableAll regions |
||||