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OverviewQuis iudicabit? Wer entscheidet letztverbindlich darüber, wo die Kompetenzen der EU enden? Eine Analyse der verfassungsrechtlichen Grundlagen in den Mitgliedstaaten sowie der Unionsverträge zeigt: Die Ultra-vires-Kontrolle ist ein Institut des Unionsrechts. Benedikt Riedl untersucht, welche Rolle der EuGH und die Verfassungsgerichte der Mitgliedstaaten in einem gemeinsamen Ultra-vires-Verfahren einnehmen. Vor dem Hintergrund der komplexen Herausforderungen für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im 21. Jahrhundert analysiert er die Funktion der Ultra-vires-Kontrolle als demokratiesichernden Kontrollvorbehalt innerhalb der europäischen Rechtsordnung. Er zeigt, dass eine kooperative Anwendung als gemeineuropäisches Kontrollverfahren zur Sicherung der europäischen Demokratie beiträgt und zugleich die Einheit und Funktionsfähigkeit des Unionsrechts wahrt. Die Arbeit wurde mit dem Friedwart-Bruckhaus-Preis 2025 (Hanns-Martin-Schleyer-Stiftung) sowie dem Fakultätspreis 2025 der LMU München ausgezeichnet. Full Product DetailsAuthor: Benedikt RiedlPublisher: Mohr Siebeck Imprint: Mohr Siebeck Dimensions: Width: 15.50cm , Height: 2.80cm , Length: 23.20cm Weight: 0.737kg ISBN: 9783161647710ISBN 10: 3161647718 Pages: 652 Publication Date: 25 November 2025 Audience: Professional and scholarly , Professional & Vocational Format: Paperback Publisher's Status: Active Availability: Out of stock The supplier is temporarily out of stock of this item. It will be ordered for you on backorder and shipped when it becomes available. Language: German Table of ContentsEinleitung A. Ultra-vires-Problematik und Grundbegriffe B. Ziel, Methode und Aufbau der Untersuchung Erster Teil. Ultra-vires-Kontrolle und vergleichbare Kontroll-vorbehalte in der verfassungsgerichtlichen Rechtsprechung A. Ultra-vires-Vorbehalt B. Funktional vergleichbare Kontrollvorbehalte und Konflikte zwischen Verfassungs- und Unionsrecht C. Fazit: Ultra-vires-Kontrolle als Konsequenz des innerstaatlichen Rechtsanwendungsbefehls Zweiter Teil. Hierarchisierung der Unionsrechtsordnung und Ablehnung der Ultra-vires-Kontrolle in der EuGH-Rechtsprechung A. Versuche der Normierung des Anwendungsvorrangs B. Materielle Hierarchisierung der Unionsrechtsordnung C. Institutionelle Hierarchisierung: Autonomie und absolutes Rechtsprechungsmonopol D. Fazit: Kein Raum für die Beteiligung der mitgliedstaatlichen Verfassungsgerichte am Ultra-vires-Verfahren Dritter Teil. Ultra-vires-Kontrolle als allgemeiner Rechtsgrundsatz des Unionsrechts A. Ausgangskonflikt und methodische Vorgehensweise B. Völkerrechtliche Grundlagen: Abgeleitete Rechtsordnung C. Verfassungsrechtliche Grundlagen: Unanwendbarkeitserklärung kompetenzwidriger unionaler Maßnahmen als allgemeiner Rechtsgrundsatz der mitgliedstaatlichen Verfassungen D. Primärrechtliche Grundlagen: Verfassungsrechtliche Radizierung der europäischen Rechtsordnung E. Kein Ausschluss durch entgegenstehendes Unionsrecht F. Fazit: Ultra-vires-Kontrolle als allgemeiner Rechtsgrundsatz und Rechtsinstitut des Unionsrechts Vierter Teil. Tatbestandsvoraussetzungen: Vier Stufen des gemeinsamen Ultra-vires-Verfahrens A. Grundmaßnahme: Verstoß gegen das Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung bzw. das Integrationsprogramm B. Dialog: Kooperationspflichten gemäß Art. 4 Abs. 3 EUV C. EuGH-Entscheidung: Nichterfüllung der Gerichtsfunktion gemäß Art. 19 EUV D. Ultra-vires-Entscheidung des Verfassungsgerichts: Ausübungsvoraussetzungen und Grenzen E. Fazit: Vier Stufen der unionsrechtskonformen Ultra-vires-Kontrolle Schlussbefund Ausblick Zusammenfassung in ThesenReviewsAuthor InformationGeboren 1994; Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Passau; Erstes Juristisches Staatsexamen; Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes; Studium des Französischen Rechts und Europäischen Wirtschaftsrechts, Universität Toulouse I Capitole, Diplôme d'Etudes du Droit de l'Union Européenne; Masterstudium an der Universität Oxford, Magister Juris (MJur); Stipendiat der Juristischen Fakultät der Universität Oxford; Promotion LMU München; Promotionsstipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit; Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Postdoc am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Staatsphilosophie der LMU München. Tab Content 6Author Website:Countries AvailableAll regions |
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