Die Archäologien von der Antike bis 1630

Author:   Barbara Sasse ,  Barbara Sasse-Kunst
Publisher:   De Gruyter
Volume:   69
ISBN:  

9783110214697


Pages:   446
Publication Date:   07 November 2016
Recommended Age:   22 years
Format:   Hardback
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Die Archäologien von der Antike bis 1630


Overview

Die Archäologien gelten als junge Wissenschaften, da sie erst vom 19. Jahrhundert an zu universitären Fächern wurden. Die Ur- und Frühgeschichte beruft sich auf die skandinavische Tradition, die Klassische Archäologie auf Winckelmann. Ältere, als antiquarisch bezeichnete Arbeiten wurden lange ignoriert, weil sie als unwissenschaftlich galten. Eine vergleichende europäische Wissenschaftsgeschichte archäologischen Forschens vor dessen Institutionalisierung ist deshalb ein Desiderat. Die Autorin füllt diese Lücke, indem sie in ihrem zweibändigen Werk Arbeiten mit archäologischem Inhalt aus verschiedenen europäischen Ländern auf ihre grundlegenden Konzepte, Fragestellungen und Methoden hin untersucht. In Studien zu einzelnen Arbeitsschritten geht sie u. a. der Frage nach, inwieweit und unter welchen sozialen und politischen Bedingungen vor der akademischen Fachbildung methodische und konzeptuelle Arbeitsnormen entstanden und sich durchsetzen konnten. Sie kann zeigen, dass archäologische Quellen seit der Antike als wissenschaftliche Beweise dienten und Untersuchungsmethoden dafür zielgerichtet entwickelt wurden. Im ersten Band behandelt Sasse theoretische Fragen und den Zeitraum von der Antike bis 1630 in zwei parallel aufgebauten Epochendarstellungen. Spezifische Fragen in diesem Band sind die Anwendung antiker Methoden in der italienischen Renaissance, die Bedeutung des Humanismus, der entstehenden Naturwissenschaften sowie der Religionskonflikte und der Verbreitungsprozesse in Europa. Die Autorin zeigt, inwieweit antike Historiker mit archäologischen Quellen und Methoden arbeiteten und dass die Renaissancearchäologie schon Methoden besaß, mit denen sie Grundlagen für eine Historisierung schriftloser Denkmäler legen konnte. Im zweiten Band behandelt Sasse die Zeit von 1630 bis 1852. Sie erfasst damit die Epochen der beginnenden Institutionalisierung, die von der Entwicklung der Grabungsmethodik geprägt ist, sowie der Erfindung des Dreiperiodensystems als heute noch gültiges ur- und frühgeschichtliches Fachparadigma. Skandinavien, das deutsche Sprachgebiet, England und Frankreich stehen hier im Fokus. Deutlich wird, dass einige Ergebnisse seit 1660 wesentlich zur europäischen Säkularisierung beitrugen. Erst die Methoden zur Beobachtung und Bearbeitung von Fundkomplexen und die Definition kultureller Kontexte seit 1750 jedoch schufen die Voraussetzung zur Formulierung tragfähiger Fachparadigmen.

Full Product Details

Author:   Barbara Sasse ,  Barbara Sasse-Kunst
Publisher:   De Gruyter
Imprint:   De Gruyter
Volume:   69
Dimensions:   Width: 17.00cm , Height: 2.50cm , Length: 24.00cm
Weight:   0.903kg
ISBN:  

9783110214697


ISBN 10:   3110214695
Pages:   446
Publication Date:   07 November 2016
Recommended Age:   22 years
Audience:   Professional and scholarly ,  Professional & Vocational
Format:   Hardback
Publisher's Status:   Active
Availability:   Available To Order   Availability explained
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Language:   German

Table of Contents

Reviews

Mit der engen Verknupfung von wissenschaftlichen und gesellschaftshistorischen Entwicklungen begegnet Sasse zugleich einer Diskussion um den alteren Ansatz der Fachgeschichte bzw. deren Verlangerung in vorwissenschaftliche Zeit (Sasse, 2017, 394-395). Sie betont den damit verbundenen Erkenntnisgewinn im Spannungsfeld evolutionistisch-naturwissenschaftlicher und historisch gepragter Phasen - die eben gerade keine stringente Entwicklung auf ein bestimmtes Fach oder eine bestimmte Ideologie hin erkennen liessen. Barbara Sasse hat ein Kompendium geschaffen, das dem reflektierenden Archaologen ebenso wie dem Gesellschaftshistoriker die Genese archaologischen Forschens als wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und deren (dieser Tage nach wie vor - oder wieder - infrage gestellter) gesellschaftlicher Relevanz deutlich vor Augen fuhrt. Jens Notroff in: Archaologische Informationen 42, Early View (2019)


""Mit der engen Verknüpfung von wissenschaftlichen und gesellschaftshistorischen Entwicklungen begegnet Sasse zugleich einer Diskussion um den älteren Ansatz der Fachgeschichte bzw. deren Verlängerung in vorwissenschaftliche Zeit (Sasse, 2017, 394-395). Sie betont den damit verbundenen Erkenntnisgewinn im Spannungsfeld evolutionistisch-naturwissenschaftlicher und historisch geprägter Phasen - die eben gerade keine stringente Entwicklung auf ein bestimmtes Fach oder eine bestimmte Ideologie hin erkennen ließen. Barbara Sasse hat ein Kompendium geschaffen, das dem reflektierenden Archäologen ebenso wie dem Gesellschaftshistoriker die Genese archäologischen Forschens als wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und deren (dieser Tage nach wie vor - oder wieder - infrage gestellter) gesellschaftlicher Relevanz deutlich vor Augen führt."" Jens Notroff in: Archäologische Informationen 42, Early View (2019)


"""Mit der engen Verkn�pfung von wissenschaftlichen und gesellschaftshistorischen Entwicklungen begegnet Sasse zugleich einer Diskussion um den �lteren Ansatz der Fachgeschichte bzw. deren Verl�ngerung in vorwissenschaftliche Zeit (Sasse, 2017, 394-395). Sie betont den damit verbundenen Erkenntnisgewinn im Spannungsfeld evolutionistisch-naturwissenschaftlicher und historisch gepr�gter Phasen - die eben gerade keine stringente Entwicklung auf ein bestimmtes Fach oder eine bestimmte Ideologie hin erkennen lie�en. Barbara Sasse hat ein Kompendium geschaffen, das dem reflektierenden Arch�ologen ebenso wie dem Gesellschaftshistoriker die Genese arch�ologischen Forschens als wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und deren (dieser Tage nach wie vor - oder wieder - infrage gestellter) gesellschaftlicher Relevanz deutlich vor Augen f�hrt."" Jens Notroff in: Arch�ologische Informationen 42, Early View (2019)"


Mit der engen Verknupfung von wissenschaftlichen und gesellschaftshistorischen Entwicklungen begegnet Sasse zugleich einer Diskussion um den alteren Ansatz der Fachgeschichte bzw. deren Verlangerung in vorwissenschaftliche Zeit (Sasse, 2017, 394-395). Sie betont den damit verbundenen Erkenntnisgewinn im Spannungsfeld evolutionistisch-naturwissenschaftlicher und historisch gepragter Phasen - die eben gerade keine stringente Entwicklung auf ein bestimmtes Fach oder eine bestimmte Ideologie hin erkennen liessen. Barbara Sasse hat ein Kompendium geschaffen, das dem reflektierenden Archaologen ebenso wie dem Gesellschaftshistoriker die Genese archaologischen Forschens als wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und deren (dieser Tage nach wie vor - oder wieder - infrage gestellter) gesellschaftlicher Relevanz deutlich vor Augen fuhrt. Jens Notroff in: Archaologische Informationen 42, Early View (2019)


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Barbara Sasse, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

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